WENN SIE ES ETWAS GENAUER WISSEN WOLLEN

A. „IST DAS LEBEN DEIN FEIND ODER DEIN FREUND“?

Albert Einstein soll diese Frage für die grundlegendste unseres Lebens gehalten haben. Wenn Ihnen nun jemand diese Frage stellen würde, wie würden Sie antworten? Nach kurzem Innehalten höchst wahrscheinlich: „Mein Freund“! Dabei vergessen Sie eventuell, dass Sie vor noch wenigen Minuten über etwas oder jemanden geschimpft haben, über eine rote Ampel verärgert waren, einer verlorenen Partnerschaft nachgetrauert oder mit Kollegen über eine dritte Person wenig schmeichelhaft gesprochen haben. Wahrscheinlich fallen Ihnen auch gerade nicht die vielen anderen Situationen Ihres Lebens ein, in denen Sie wütend, enttäuscht, verletzt, einsam usw. waren.

Mit anderen Worten: Es fällt uns sehr schwer zu erkennen und uns einzugestehen, dass wir das Leben in zahlreichen Momenten nicht wie unseren Freund sehen bzw. behandeln, sondern eher wie einen Feind.

LEBEN in KONDITIONIERUNGEN oder in FREIHEIT?

Für unseren Organismus ist es unangenehm, das Leben als Feind anzusehen, denn es bedeutet emotionalen Stress. Leider lässt sich diese Sichtweise nicht ohne weiteres abstellen, denn unser Verstand kombiniert gerne und von uns unbemerkt verschiedene konditionierte Muster:

So lange wir Gefangene dieser (und einiger anderer) Glaubensmuster sind, ist Freiheit nicht möglich. Sie kann sich erst durch die Überprüfung unserer stressigen Glaubenssätze einstellen.

LEBEN in VERWIRRUNG oder in KLARHEIT?

Die konditionierten Sichtweisen, die wir in aller Unschuld glauben, grenzen unsere Sichtweisen nicht nur stark ein, sondern sie führen uns auch in den einzigen Stress- und Leidensgrund: die Verwirrung. Denn: Was ist, ist! Genau genommen ist es Vergangenheit, denn es hat sich bereits manifestiert. Gegen etwas zu kämpfen, was schon (geschehen) ist, führt zu Selbstverletzung, denn dieser Kampf ist nicht zu gewinnen.

„The Work“ führt uns zurück in die Klarheit, denn wir erkennen durch die Überprüfung sofort und unmittelbar, dass unsere Hypothesen darüber, wie etwas gerade zu sein scheint und unsere Forderungen, wie es stattdessen sein sollte, in der Tiefe unseres Seins für uns nicht wahr sind. Tief in unserem Inneren, in unserem Körper, stimmen wir mit der Realität überein.

LEBEN in ANSPANNUNG oder ENTSPANNUNG?

„The Work“ lässt uns Psychosomatik nicht nur verstehen, sondern auch direkt erspüren. Auf die Frage, „was geschieht in Ihrem Körper, wenn Sie den belastenden Satz glauben?“ antworten nahezu alle Befragten: „Ich spüre starke Anspannung in meinem Körper“!

Wird derselbe Gedanke allerdings nicht mehr geglaubt, als unwahr erkannt, dann kommen von der selben Person zu der selben Ausgangssituation andere Antworten zu ihrer Körper- und Gefühlswahrnehmung: „Ich bin entspannt, offen, liebevoll….“

Es ist sehr einfach in Entspannung zu kommen. Bereits die Antwort auf die 3. Frage führt zu ihr.

LEBEN in VORSTELLUNGEN, HYPOTHESEN, MYTHEN oder INNEREM FRIEDEN?

Wenn wir dennoch an unseren Glaubenssätzen festhalten, stellen wir unsere Vorstellungen davon, wie etwas oder jemand sein sollte, über die Realität. Wir können den anderen und die Umstände nicht mehr klar sehen, denn wir schauen durch unseren Bewertungsfilter in die Welt.

Wenn wir unseren Vorstellungen Glauben schenken, bekommen sie für uns Wichtigkeit. Es treten im Körper entsprechende Gefühle auf, und unsere emotional gefärbten Spekulationen über das, was außerhalb von uns vorzugehen scheint, werden zu unserer privaten Realität.

Wir trennen uns so von uns selbst (unserer tiefen Realität), von der Welt und den anderen. Im Kern bleiben wir einsam; Beziehung findet nur an der Oberfläche statt. Wir leben in ständiger Bedrohung durch das Außen, durch andere Personen, durch das Leben. Stress und Leid sind unausweichlich.

Mit Hilfe von „The Work“ können wir die meist unbewussten Mythen unseres Denkens aufdecken. Durch die Überprüfung bringen wir sie in unser Bewusstsein, können dabei unsere einschränkende begriffliche Sichtweise vor uns selbst offen legen und eine Realität erkennen, in der wir alle, in der alles miteinander verbunden ist. Wir erschaffen uns eine Grundlage für inneren Frieden.

LEBEN IN DER VERGANGENHEIT oder einer NEUEN ZUKUNFT?

Stressige und quälende Muster – und nur um die geht es bei „The Work“ – stammen in der Regel aus der Vergangenheit. Sie gründen auf Bewertungsschemata aus den gesammelten Erfahrungen der Menschheit, des Familiensystems, der eigenen Geschichte.

Wenn wir gegenwärtige Ereignisse, andere Menschen und uns selbst auf dieser Basis wahrnehmen und beurteilen – und das tut unser Unbewusstes mit enormer Geschwindigkeit –, müssen wir in der Gegenwart zwangsläufig alte Erfahrungen wiederholen.

Unser Verstand überträgt diese Einschätzungen zudem gewohnheitsmäßig auf die Zukunft und antizipiert auf diese Weise emotionale Wirkungen zukünftiger Ereignisse im gegenwärtigen Moment in unserem Organismus: Ungewollt halten wir uns selbst in Musterwiederholungen und damit in latenter Angst und Anspannung fest. Wirkliche Entspannung scheint ohne äußere Hilfsmittel kaum noch möglich.

Mit Hilfe von „The Work“ lassen sich diese Musterketten unterbrechen. Widerstände gegen künftige Ereignisse und die damit verbundenen Stressreaktionen lassen sich bereits im Vorhinein auflösen. Wir können auf die Zukunft anders zugehen und sie anders gestalten, als die alten Muster es vorgeben würden.

LEBEN in den ANGELEGENHEITEN ANDERER oder in den EIGENEN?

Im Denksystem von Byron Katie gibt es grundsätzlich 3 Arten von Angelegenheiten:

Unsere konditionierten Muster sind meist auf das Außen gerichtet. Entsprechend wird unser Verstand nahezu permanent mit Urteilen und Bewertungen über die Außenwelt geflutet. Das ist nicht schlimm: Er macht seinen Job. Doch leider haben wir auch gelernt, diesen Bewertungen zu glauben und sie für wahr zu halten.

Dadurch binden wir unsere Energie an das Außen: Wir sind mit unserer Aufmerksamkeit sehr oft in den Angelegenheiten anderer. Wie sie sind, was sie tun, was wir über sie gehört haben, was wir glauben, an oder in ihnen zu sehen, wie sie angezogen sind…usw. Und natürlich auch damit, wie sie sein sollten, warum sie so oder so sind, wer oder was sie mal waren oder werden könnten bzw. sollten usw.

Dabei wird uns meist nicht bewusst, dass wir andere Menschen zu mentalen Objekten machen, sie funktionalisieren und uns so von ihnen trennen.

Gleichzeitig machen wir uns selbst zu Abhängigen: Wir konzentrieren uns nicht auf unseren Einflussbereich – auf uns selbst und wie wir uns verändern könnten -, sondern wir richten unsere Aufmerksamkeit und Energie auf äußere Interessenbereiche und werden so meist Opfer des Außen.

„Wenn wir uns mit den Angelegenheiten anderer beschäftigen, wer beschäftigt sich dann mit unseren eigenen?“ fragt Byron Katie oft. Die Antwort lautet in der Regel. „Niemand“! So trennen wir uns wieder von uns selbst (sind nicht „bei uns“) und werden einsam, ohne zu erkennen, wie und wodurch diese Einsamkeit entstanden ist.

Dieses ständige Abgeben von Energie an das Außen lässt uns auf Dauer ausbrennen. Wir bekommen Angst, dass wir irgendwann die nötige Energiemenge nicht mehr generieren können, fallen in alte Überlebensemotionen und verbrennen noch mehr Energie. Eine Spirale ohne Happy End.

„The Work“ bringt uns zurück in unsere eigenen Angelegenheiten, in die Verbindung zu uns selbst, in die eigene Verantwortung, in den Bereich, in dem wir wirkliche Veränderung bewirken können.

LEBEN in ALTEN GESCHICHTEN oder mit einer NEUEN STRUKTUR?

Im Grunde geht es bei „The Work“ nicht um die Inhalte unserer Vorstellungen vom Leben. Es geht nicht um die Geschichten, die unser Verstand so gerne erzählt, sondern diese „Stories“ sind nur ein Medium, das unsere Beziehung zu unseren (erlernten, konditionierten, manipulierten) Gedanken offenbart: Wir glauben nicht nur nahezu blind und automatisiert, dem, was die Stimme im Kopf uns erzählt, sondern wir halten uns sogar für sie. (Doch wer hört ihr dann eigentlich zu?) Wir verteidigen und rechtfertigen unsere Geschichten mit aller Kraft, wir wollen ihnen zu Recht verhelfen, wollen Recht haben, „Recht fertigen“ und identifizieren uns mit ihnen: Wir werden zu den Geschichten, die wir uns selbst und anderen erzählen.

So entsteht im Laufe der Zeit eine mentale Identität, die sich so real anfühlt, dass wir uns für eine vom Leben, der Natur und von anderen Menschen getrennte Entität halten: Wir sind ein „Ich“, das ein Leben und eine Identität im Sinne von Besitz hat: „Mein Leben gehört mir! Ich habe ein Leben! Ich bin hier – das Leben ist dort!“

Wir sind verwirrt darüber, wer wir wirklich sind, denn unser gern dominierendes Ego ist nur ein Produkt von Vorstellungen. Es ist daher leicht stress-, kränk- und verletzbar; es fühlt sich einsam, verlassen, ängstlich und hält sich meist für ein Opfer. Um es zu beschützen und am Leben zu erhalten, gehen wir Beziehungen ein und geben sie wieder auf, beginnen wir Streit und ziehen in den Krieg. Unsere Geschichten, unsere inneren Bilder, unser Glaube (im alltäglichen Sinne) sind uns meist wichtiger als Menschen, als der Planet.

Um diese Verwirrung aufzulösen und den daraus resultierenden Schmerz und Stress zu lindern, unternehmen wir aus alter Tradition etwas im Außen: Gegen den anderen, gegen die vermeintliche Quelle unseres Leidens: Irgendjemand oder irgendetwas muss Schuld sein. Wieder wenden wir uns gegen das Leben.

Vorübergehend mag uns das stillen. Doch früher oder später wundern wir uns, dass die Stimme im Kopf wieder ein neues Problem ausgemacht hat, das unsere Identität bedrohen und das Happy End unserer Story verhindern könnte. Auf dieser Gedanken- und Gefühlsgrundlage sind die Lösungen von heute – die in Wirklichkeit aus der Vergangenheit stammen - tatsächlich die Probleme von morgen.

Wollen wir das „Morgen“ durch andere Denk-, Fühl- und Handlungsweisen erfahren und erleben, brauchen wir eine neue Struktur unserer inneren Welt. Eine Struktur, die auf Kreativität und der Liebe, zu dem, was ist, basiert.

Durch häufige Anwendung von „The Work“, durch die Überprüfung und Umkehrung von zahlreichen Glaubenssätzen, werden die bislang als „negativ“ – stressig oder schmerzhaft – eingestuften Gedanken und Gefühle zur Grundlage unserer Befreiung. Dies gilt nicht nur für die momentane Wirkung während einer „Work“, sondern vor allem langfristig, da sich im Laufe der Zeit in Geist und Körper eine neue mentale und emotionale Struktur aufbaut.

LEBEN im AUSSEN oder im INNEN?

„The Work“ ermöglicht es uns zu spüren, dass das Bewertungssystem in unserem Inneren entscheidend für die Qualität unseres Lebens ist. Mehr noch: Unsere innere Welt ist letztlich alles, was wir haben, und die Beziehung zu unserem Denken und Fühlen ist die zentrale Beziehung unseres Lebens.

Sie ist gleichzeitig auch die Grundlage aller anderen Beziehungen, denn alle Erfahrungen, Bewertungen, Meinungen, Urteile, Gefühle usw. entstehen in unserem Organismus und gehen in all unsere Beziehungen ein!

Ob das Gegenüber sich gerade feindselig, inkompetent, unverschämt verhält, ob es regnet, uns jemand betrügt oder verlässt oder nur die Ampel direkt vor uns rot wird: Wahrnehmung und Beurteilung finden in unseren Gedanken und Gefühlen, in unserem Körper statt und prägen unser Beziehungsverhalten. Sowohl zu uns selbst als auch zu anderen Menschen, zum Wetter, zum Leben. Wir sind der Erfahrende, und der Feind, der den Körper stresst, sitzt letzten Endes immer in uns selbst.

Die äußere Welt ist mithin nur eine Reflektion unserer inneren Sichtweise. Jeder unserer Versuche, in der äußeren Welt etwas zu verändern, ist nur ein Ausdruck unserer Hoffnung dadurch die innere Welt verändern zu können. Wir spielen quasi über Bande oder „zäumen das Pferd von hinten auf“! Gleichzeitig binden wir uns an eine manifeste, sinnlich wahrnehmbare Welt und vernachlässigen unsere kreative geistige Welt.

„The Work“ holt uns nach Innen, nach Hause zurück und stellt unsere Welt vom Kopf wieder auf die Füße. Die Verwirrung zwischen Ursache und Wirkung kann aufhören.

LEBEN als OPFER oder als SCHÖPFER?

Bei „The Work“ geht es nicht um sog. „Positives Denken“ oder darum, bestimmte Dinge oder gewisse Verhaltensweisen gut zu heißen oder abzulehnen. Schmerz und Leid sollen keineswegs übergangen, geleugnet oder „maskiert“ werden. Auch geht es nicht darum, nie mehr etwas verändern zu wollen: Es geht einzig darum zu erkennen, dass das, was ist, schon ist: Die Anerkenntnis, dessen, was ist, und das, was ist, zu lieben, ist eine wirkliche Grundlage von Freiheit und Frieden und stellt das tragfähigste Fundament für Kontakt, Beziehung, Kommunikation und schließlich auch Veränderung dar.

Es geht darum, eine Form von Selbsterkenntnis zu verstehen und zu aktivieren, die uns die Verantwortung für uns selbst gibt und uns das Heft des Handelns übernehmen lässt. Stress, Leiden, Traurigkeit, Wut, Widerstand usw. halten uns in Abhängigkeit von alten Mustern. Wir halten uns im Opferstatus, sind häufig verdeckt aggressiv und suchen Schuldige.

Durch „The Work“ können wir erkennen, dass es weder bei uns selbst noch bei anderen Menschen Schuld im „ursprünglichen moralischen“ Sinne geben kann – wir glauben und folgen alle bestimmten mentalen Mustern (im juristischen Sinne gibt es natürlich sehr wohl Schuld: Verstöße gegen allgemein bekannte Regeln ziehen üblicherweise Strafe nach sich). Ungeprüfte Gedanken können – wenn sie oft genug im Außen oder Innen wiederholt werden - stark und übermächtig sein und führen dann meist zwangsläufig zu Handlung. Wenn wir die Energie stressiger Gedanken in unserem Organismus nicht mehr halten oder verarbeiten können, dann müssen sie nach außen. Dann gibt es Streit, Kampf, Flucht, Krieg.

Innerer Frieden und die Freiheit vom Glauben an belastende Gedanken ist der einzig dauerhafte Schutz vor Stress. Das sollte uns den geringen Aufwand wert sein, den „The Work“ von uns fordert.

DAS LEBEN IST DEIN FREUND!

Dies ist die grundlegende Aussage hinter „The Work“. Alles andere sind Geschichten, die sich die Menschen seit Jahrtausenden erzählen und die sich deshalb immer wieder zu bewahrheiten scheinen. Nur die Veränderung unserer Innenwelt kann diese Wiederholungsmuster unterbrechen und dauerhaft ändern. Wir können nicht auf das Außen warten. Es fängt bei uns selbst an. Wir tun es – oder wir tun es nicht. Wir verhalten uns zum Nutzen von uns selbst, der Welt, unserer Kind, der Zukunft – oder nicht.

„The Work“ ist ein einfaches und wirksames Instrument, Geist und Herz für die Realität zu öffnen. Es erscheint auf den ersten Blick simpel, fast naiv, doch wenn man genauer hinschaut, sieht man, welch kraftvolle Implikationen hinter diesem meditativen Weg stecken. Einige davon wurden hier angedeutet. Die wahre Wirkung kann man indes nur selbst erleben.

Wenn Sie sich wirklich für sich selbst interessieren, dann verzichten Sie, wenn Sie sich gestresst, wütend oder auf andere Weise leidend oder unzufrieden fühlen, auf ein Agieren im Außen. Bitten Sie stattdessen eine andere Person (vielleicht sogar diejenige, die gerade ihren Stress ausgelöst zu haben scheint), mit Ihnen „The Work“ zu machen und Sie durch eine Überprüfung zu begleiten. Sie werden dabei sehr viel interessantere Dinge über Sie selbst aus Ihrem eigenen Inneren erfahren, als aus den ermüdenden, mehr oder weniger immer gleich bleibenden, sich wiederholenden, oft im Kreis drehenden Auseinandersetzungen mit der scheinbaren Quelle Ihres inneren Stresses oder Leidens.

Seien Sie ermutigt und bleiben Sie neugierig auf sich selbst und Ihre Erkenntnisse.

B. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN FRAGEN

Stellen und beantworten Sie die Fragen in einer meditativen Haltung. Warten Sie auf die Antworten, die aus Ihrem Inneren aufsteigen wollen. Lassen Sie sich von sich selbst überraschen. Behalten Sie diese Haltung bis zum Ende der Work bei.

Überprüfen Sie immer nur den Satz, von dem Sie ausgegangen sind. Neu auftauchende Glaubenssätze können notiert und später überprüft werden.

Wenn Sie merken, dass Sie in Geschichten abdriften und von den Fragen weggehen, dann lenken Sie sich selbst wieder sanft zu „The Work“ zurück (oder bitten Ihren Begleiter dies für Sie zu tun).

Frage 1: Hier dürfen Sie nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten. Diese Frage soll Ihnen helfen den Unterschied zwischen Vorstellung und Realität zu erkennen. Das ist oft schwieriger als es scheint. Wir merken häufig nicht, dass wir nicht mit der Realität, sondern mit unseren Vorstellungen darüber wie etwas, jemand zu sein scheint, sein sollte, hätte sein sollen oder werden sollte, beschäftigt sind.

Wenn wir von einem „Sollte-Satz“ ausgehen (z.B. „Mein Partner sollte…sollte nicht…“) können wir uns hier immer mit der Zusatzfrage helfen: „Wie sieht die Realität aus? Was tut er tatsächlich (nicht)?“

Wird Ihnen bereits an dieser Stelle klar, dass die von Ihrem Verstand quasi automatisch gemachte Aussage nicht der Realität bzw. Ihrer Wahrheit entspricht – wenn Sie also mit „nein“ antworten, dann gehen Sie direkt zur dritten Frage über.

Frage 2: Diese Frage wird ebenfalls nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet. Sie verdeutlich noch mal den Vorstellungscharakter unserer Gedanken, und wir können erkennen, wie wenig wir in Wirklichkeit wissen, wie oft wir unsere Fantasien (ungewollt und von uns unbemerkt) für Wahrheit halten.

Bei einem „Sollte-Satz“ können wir uns auch an dieser Stelle manchmal mit einer Zusatzfrage helfen: „Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass dein Leben, das Leben der anderen Person besser wäre, wenn sie das täte, was sie deiner Meinung nach tun (oder lassen) sollte“?

Frage 3: Mit dieser Frage führen wir uns selbst vor Augen, welche Folgen es für andere, für uns selbst und unseren Körper hat, wenn wir Gedanken und Überzeugungen (tradierte und häufig wiederholte Glaubenssätze) ungeprüft glauben. Es kommt zu weiteren stressigen Gedanken, unangenehmen Gefühlen und somatischen Wirkungen: Verursacht durch Gedanken, die für uns – wie wir durch unsere Antworten auf die beiden ersten Fragen gerade erfahren haben - in Wirklichkeit gar nicht wahr sind.

Frage 4: Antworten auf diese Frage geben uns einen Eindruck davon, wer wir wirklich sind! Wir können uns wahrnehmen und spüren jenseits von ererbten, erlernten und erfahrenen Glaubenssätzen. Unsere Antworten zeigen uns, wie wir leben würden, wenn wir den automatisierten Glaubensprozess durch Überprüfung unterbrechen: Wie wir uns fühlen, wie wir atmen, wie wir die Welt sehen, unseren Alltag verbringen würden, wenn wir lieben würden (und das heißt nicht „gut finden“), was ist. Wir finden zurück in unsere eigenen Angelegenheiten, in Liebe und Selbstliebe. (Wie könnten wir uns selbst lieben, wenn wir nicht „lieben, was ist“?) Körper und Geist können in vollkommener Entspannung dem Ausdruck verleihen, was wir in Wirklichkeit erfahren wollen: In uns selbst zu Hause sein und uns mit anderen Menschen und dem Planeten „Eins fühlen“. Ein authentisches Leben führen und in Übereinstimmung mit unserem tiefsten Inneren lieben, was ist.

Hier enden unsere Erläuterungen zu „The Work“ nach Byron Katie und unsere Website. Wir bedanken uns für das Aufsuchen unserer Seite und für Ihre Aufmerksamkeit und hoffen, dass das Lesen hilfreich uns inspirierend war.

Für den Fall, dass Sie Lust auf diesen Weg bekommen haben sollten, freuen wir uns über ein Feedback oder eine Kontaktaufnahme.

Vielen Dank…vielleicht bis bald…und...

...Tschüss